Artikel: Die Pflege-Patienten-Relationen in Psychiatrie und Psychosomatik (PPR-PP) – die pflegerische Basisbesetzung in der Behandlung Erwachsener

Bielefeld
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BFLK-Pressereferent – R. Kleßmann

Sehr geehrte Damen und Herren,

in diesem Artikel haben M. Löhr und weitere engagierte Kolleginnen und Kollegen (u.a. auch einige BFLK Mitglieder) Antworten auf die folgende Fragestellung gefunden.

Fragestellung: Ziel dieser Arbeit ist es, auf der Grundlage interner und externer Evidenz die Basisbesetzung einer verantwortbaren Pflege-Patienten-Relation in der teilstationären und stationären Behandlung Erwachsener sowohl in der Psychiatrie als auch der Psychosomatik (PPR-PP) in Deutschland zu definieren. Hierdurch soll auch zukünftig die Patientensicherheit, weitgehend unabhängig vom aktuellen Finanzierungssystem, gewährleistet werden.

Methoden:Nach Identifikation und Berechnung der Basispflegeleistungen (1.) nach Psych-PV sowie (2.) unter Berücksichtigung von personellemMehraufwand durch normative Vorgaben werden (3.) die Zeitwerte, ergänzt um Ergebnisse interner und externer Evidenz, in die PPRPP- Level-Struktur überführt.

Ergebnisse: Es lassen sich sieben Level-Definitionen der PPR-PP definieren. Der Unterschied zur Basisbesetzung der Psych-PV liegt je nach Level zwischen +0.5 und +3.81 Stellen im Tagdienst. Für den Nachtdienst werden ebenfalls Pflege-Patienten-Relationen für die sieben Level definiert. Durch die Beantwortung der Leitfragen können konkrete Möglichkeiten zur Einführung und Umsetzung der PPR-PP aufgezeigt werden.

Schlussfolgerung: Die PPR-PP geben eine pflegerische Basisbesetzung unabhängig von dem Finanzierungssystem vor. Neben dieser Basisbesetzung müssen weitere Zeiten für die pflegetherapeutischen Aufgaben definiert werden und zur Basisbesetzung addiert werden. Die Realisierung der PPR-PP würde eine dem heutigen Stand des Wissens entsprechende Personalausstattung im Pflegedienst ermöglichen, die die Patientensicherheit weitgehend gewährleistete.