Tagung

B. Anderl-Doliwa, Hometreatment - Rolle, Kompetenzen und Outcome psychiatrischer Pflege

R. Kleßmann – BFLK-Pressereferent

Prof. Brigitte Anderl-Doliwa, Stiftungsprofessorin an der Katholischen Hochschule Mainz und Stellvertretende Vorsitzende des BFLK Landesverbandes Rheinland-Pfalz/ Saarland hat mit ihrem Beitrag Hometreatment – Rolle, Kompetenzen und Outcome psychiatrischer Pflege eine wissenschaftlich begründete Lanze für den entwicklungsbedürftigen ambulanten Bereich gebrochen. Sie hat in einer überzeugenden Darstellung aussagekräftige Fakten transparent und nachvollziehbar dargestellt. Zum Schluss gab es einen kleinen Seitenhieb für alle Verfechter von Reduzierung von Verweildauern und damit auch Reduzierung von Beziehungszeit. „Ambulante Versorgung benötigt Zeit,“ so Anderl-Doliwa.

M. Theune, Casemanagement am Beispiel von Home Treatment

R. Kleßmann – BFLK-Pressereferent

Michael Theune, Vorsitzender der BAPP aus Weinsberg beschrieb Care Management am Beispiel von Home Treatment. Er stellte die Megatrends des Gesundheitsbereichs vor z.B. Ökonomisierung, Individualisierung der Gesellschaft, mündige Patienten und Paradigmenwechsel beim Verständnis von Krankheit. Eine zentrale Aussage seines Vortrages lautete „Ein Krankenhaus ist mehr als seine Bettenanzahl. Die Arbeit verlagert sich dorthin wo sie hingehört, nach Hause.“ Am Schluss seines runden und gut vorgetragenen Vortrags wurde das Publikum von Theune aktiv eingebunden, indem Sie durch Handzeichen Stellung beziehen sollten, ob Home Treatment eine Aufgabe von Pflegenden sei. Eine 100 % Zustimmung war das Ergebnis.

S. Weißflog, Literaturanalyse nationaler und internationaler Modelle zum Hometreatment

R. Kleßmann – BFLK-Pressereferent

Prof. Sabine Weißflog MScN, Pflegewissenschaftlerin und diplomierte Pflegewirtin von der Universität in Frankfurt eröffnete den thematischen Block der Ambulanten Versorgung – das Psychiatrische Krankenhaus in Gegenwart und Zukunft – Bettenproblem oder Dienstleitungsherausforderung? Ihre Literaturanalyse nationaler und internationaler Modelle zum Hometreatment beschreibt unteranderem aktuelle Modelle, die eine intensive Nachsorge als zentralen Aspekt aufweisen. Als Ergebnisse lassen sich Senkung von Wiederaufnahmen, Senkung von Behandlungsabbrüchen, eine hohe Zufriedenheit und auch eine kostengünstige Alternative im Vergleich zu einer „klassischen“ Regelbehandlung festhalten.

Personalentwicklung - Fachkräftemangel im Blick

BFLK-Pressereferent – R. Kleßmann

Manfred Rompf, Geschäftsbereichsleiter Personalmanagement des Universitätsklinikum Gießen und Marburg hat mit seinem Vortrag zur "Personalentwicklung - Fachkräftemangel im Blick" den Zuhörern einen interessanten Einblick in das Vorgehen eines "Großen" zum Umgang mit dem Fachkräftemangel gegeben. Er hat gut begründet dargestellt, was hilft und was wirkt. "Der Schlüssel ist der direkte Vorgesetzte" so die einfache Erfolgsformel. Viele anschließende Fragen bestätigten die Aktualität des Themas und Manfred Rompf war nicht müde alle Fragen adäquat und verständlich zu beantworten. Ein wirklich gelungener Beitrag für die Praxis.

 

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement als Führungsaufgabe

BFLK-Pressereferent – R. Kleßmann

Wer glaubt, dass der Vortrag von Wolfram Gießler aus dem Bildungsinstitut im Gesundheitswesen, Essen etwas mit den "Hüpfbällen" der Krankenkassen aus den 90-er Jahren zu tun hat, lebt noch in diesen. "Betriebliches Gesundheitsmanagement ist Führungsaufgabe", so Wolfram Gießler.  Er zeigte eindrucksvoll die unterschiedlichen Facetten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und gab klare Antworten auf die Fragen: Was hält Pflegekräfte gesund? Was macht sie krank? Welches Management hält gesund und welche Kompetenzen benötigen die Frührungskräfte? Alle Teilnehmer waren sich einig, dass in der Praxis noch Einiges zu verbessern ist.

Wie viel Kompetenzdifferenzierung verträgt das psychiatrische Krankenhaus?

BFLK-Pressereferent – R. Kleßmann

Eine gewisse Nähe von Michael Löhrs Vortrag zum "Show Cooking" alla Jamie Oliver u.ä. ist in zweierlei Hinsicht gegeben. Erstens der gemeinsame Einbezug des Publikums und zweitens eine Folie gleich zum Anfang mit einem durchaus mächtigen Burger. Aber das sind auch schon alle Gemeinsamkeiten. Michael Löhr versteht es wie kaum ein Anderer einen Spannungsbogen innerhalb seiner Vorträge zu spannen. Auch diesmal hat er durch den Kontakt zu den Zuhörern die Aufmerksamkeit auf seiner Seite. Die statistischen Zahlen, die die Basis seiner Darstellungen und Schlussfolgerungen bilden, verständlich und pointiert darzustellen, ist ihm hervorragend gelungen. Die Herausarbeitung der Kompetenzdifferenzierung durchzog den gesammten Vortrag.

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